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Nachtflohmarkt findet heute statt!

Auch wenn es im Moment nicht danach aussieht: Das Wetterradar meldet Besserung! Ab späterem Nachmittag halten die Wolken dicht und es bleibt trocken.
Zusätzlich werden wir mit Zelten, Schirmen und Pavillons für möglichst viel Unterschlupf-Möglichkeiten sorgen . Und bieten im eingeheizten Bahnhof außerdem heiße Getränke und warme Köstlichkeiten aus dem Backhaus und dem Flammkuchenofen an.
Also: Rein in die Gummistiefel, Geldbeutel und Flohmarktkarre packen und ab zum Bahnhof. Hier gibt´s ab 17 Uhr Schnäppchen unterm wolkenverhangenen Sternenhimmel…

Wir sind nominiert!

Ist das nicht der Hammer!?
Die IG OMa und unser Bahnhof wurden aus über 800 Einreichungen für den ​Deutschen  Nachbarschaftspreis 2019​ nominiert.
Der Preis wurde von der​ ​nebenan.de Stiftung​ ins  Leben gerufen, um nachbarschaftliches Engagement auszuzeichnen. Unser Projekt ist eines von acht bayerischen und eines von deutschlandweit 106  nominierten Projekten.
Die Nominierung zeigt, dass wir mit unserem Engagement im und rund um den Bahnhof auf dem richtigen Gleis sind und „nachweislich einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft  leisten“. So jedenfalls heißt es in der offiziellen Nominierungsurkunde!

Mit der Nominierung haben wir nun die Chance auf einen der Landes- und  Bundespreise und gehen außerdem ab sofort ins Rennen um den Publikumspreis, der  mit 5.000 Euro dotiert ist. Geld, das wir gerne in die weitere Gestaltung unseres Bahnhofsgartens investieren würden. Wir träumen von einer Beschattung der Sitzsteine, von einem naturnahen Kinderspielplatz, von öffentlichen Toiletten…

Dafür aber brauchen wir Eure Unterstützung!
Lasst uns gemeinsam den Publikumspreis zu uns ins Dorf, zu uns an den Bahnhof holen.
Gebt uns Eure Stimme! Damit wir weiterhin alles für Euch geben können!

Bitte stimmt bis zum 24. September für uns ab unter:​ ​www.nachbarschaftspreis.de/publikumspreis​

Und schickt diesen Link gerne und unbedingt auch weiter an alle und jeden,
der unser Projekt und die Idee von einer eigenverantwortlichen Dorfgemeinschaft unterstützen möchte.

 

Newsletter von Hans-Josef Fell

Liebe Leserinnen und Leser,

Was kann ich denn gegen die drohende Erdüberhitzung tun?
Gründen Sie örtliche Initiativen, wie die IG OMa!

Immer mehr Menschen sehen die rasant fortschreitende Erderwärmung und wollen etwas dagegen tun, aber fühlen sich ohnmächtig gegen diese Übermacht der Klimazerstörer aus der fossilen und Atomindustrie und den vielen von ihnen beeinflussten Entscheidungsträgern.

Doch es gibt einen Weg: fangen sie selbst an, bei sich zu Hause und begeistern sie andere in der Dorf- und Stadtgemeinschaft gemeinschaftlich das Solare Zeitalter selbst zu einzuläuten.

Mit Millionen von solchen Initiativen wird sich der Planet zum Positiven ändern. In allen Ecken der Welt gibt es solche dezentralen Initiativen. Sie nehmen immer mehr Fahrt auf und können zur entscheidenden Strategie werden, das Versagen der Weltgemeinschaft zu verhindern.

Die Überwindung des fossilen Zeitalters ist eine Aufgabe, die von der gesamten Menschheit gemeistert werden muss. Dazu müssen alle gesellschaftlichen Strukturen auf allen Ebenen des Zusammenlebens von dieser Einsicht durchdrungen werden, also in jedem Dorf, und in jeder Stadt. Je mehr Privatleute, Dörfer und Städte es für sich organisieren, um so schneller verlieren die alten Konzerne ihre Marktmacht. Wer kein Erdöl, kein Erdgas, keinen Kohle- und Atomstrom mehr kauft, trägt zum Ende der Konzerne bei, die zu einem großen Teil für die Klimaerhitzung verantwortlich sind. Leuchtende Beispiele dafür, wie man es vor Ort organisiert, gibt es tausende. Jeder, der eine neue Initiative vor Ort gründet, beschleunigt den positiven Prozess von unten.

Ein tolles Beispiel habe ich letzte Woche im Allgäu besucht. Geladen wurde ich für einen Vortrag, warum Klimaschutz so wichtig ist und was man tun kann, um ihn angesichts der großen Blockaden doch zu erreichen.

Die IG OMa hat nichts mit einer alten Oma zu tun, sondern ist eine lebendige, schnell wachsende, dörfliche Initiative, die nicht nur Klimaschutzaktivitäten, sondern zudem das dörfliche und kulturelle Zusammenleben fördert. Mit der Gründung eines gemeinnützigen Vereines wurden vor fünf Jahren die Grundlagen geschaffen, um in den Dörfern Oberdorf und Martinszell (OMa) Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung und kulturelles Leben zu stärken. Seitdem hat der Verein viele erfolgreiche Initiativen gestartet und sowohl seine Aktivitäten als auch seine Mitgliedszahlen wachsen stetig.

Die IG Oma, ausgeschrieben „Interessensgemeinschaft zur Förderung der dörflichen Entwicklung in Oberdorf und Martinszell“, hat Vortragsveranstaltungen zur Wissensbildung und politischen Diskussion organisiert, den alten Bahnhof als Vereinsheim und kulturellen Mittelpunkt aufgekauft und zur kulturellen Begegnungsstätte umgebaut und organisiert kleine Messen und Ausstellungen, so dass junge, örtliche Unternehmen ihre Kunden für nachhaltige Produkte finden können:

Hierbei handelt es sich z.B. um Hersteller von erdölfreien Kosmetika oder Kerzen; regional erzeugte Biolebensmittel; Dienstleister, die Waren des Supermarktes mit dem Fahrrad zum Kunden liefern oder ein Bürgerbusangebot geschaffen haben; Unternehmen, die giftfreie und Lithiumfreie Batterien für Solaranlagen liefern; E-Mobilitätsanbieter; Händler, die ihre Waren verpackungsfrei oder aus fairem Handel verkaufen, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Diese kleinen Messen bringen die Menschen, die nach einem ökologischen Lebensstil suchen, mit den kleinen Unternehmen zusammen, die genau solche Produkte und Dienstleistungen anbieten. So kann jeder, Zug um Zug, seinen Lebensstil von klimazerstörenden Lebensweisen befreien. Wohlstand, regionale Entwicklung, Kultur und dörfliches Gemeinschaftsleben können so wieder wachsen.

Jeder und jede können in ihrer Gemeinde ähnliches auf den Weg bringen. Schauen Sie sich um, ob es in ihrer Nähe schon eine ähnliche Initiative gibt und engagieren Sie sich. Falls nicht, gründen Sie eine neue. Das genau ist die Antwort auf die hilflose Frage: Was kann ich denn gegen die Erdüberhitzung tun?

Und wenn diese Bewegung von unten wächst, dann wird sie auch von Entscheidungsträgern wahrgenommen. Das Wort der vielen Initiativen gilt dann etwas und dann bewegt sich auch der verkrustete, fossile, politische Apparat.

Berlin, 03. Mai 2019

Ihr Hans-Josef Fell